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Klimagerechtigkeit statt industrieller Landwirtschaft

Von massiven Treibhausgasemissionen über Landnutzungsänderungen zum Abbau von Bodenkohlenstoff; das System der Agrarindustrie ist eines der größten Zerstörer des Klimas.

Kolonialen Mustern folgend wird Kleinbäuer*innen weltweit mehr und mehr Land weggenommen, um in industriellen Monokulturen Nutzpflanzen für den Weltmarkt herzustellen. Die meisten dieser Erträge werden für Biokraftstoffe, Futtermittel für die Tierindustrie und als Zutaten für verarbeitete Lebensmittel verwendet. Sie werden ohne Rücksicht auf Natur, Biodiversität oder lokale Ernährungssicherheit produziert. Zudem treibt deren Produktion das Klimachaos maßgeblich an.

Zwischen 44 % und 57 % aller Treibhausgasemissionen (GHG) stammen aus der industriellen Landwirtschaft, wenn die Emissionen von Rodungen, Verarbeitung & Verpackung sowie Transport & Vertrieb der landwirtschaftlichen Produkte mit eingerechnet werden.

Künstliche Düngemittel verursachen Klimachaos

Es wird geschätzt, dass bis zu 10 % der globalen Treibhausgasemissionen der Produktion und Nutzung von Kunstdüngern entspringen, wenn die Verwendung von Erdgas zur Düngemittelproduktion und die Bodenzerstörung, zu der deren Austragung beiträgt, berücksichtigt werden.

Die Nutzung von synthetischen Düngemitteln verringert den Anteil organischen Materials im Boden, woraus große Kohlestoffemissionen und die Verminderung der Bodenfruchtbarkeit resultieren. Dadurch werden Kleinbäuer*innen immer mehr von Kunstdüngern abhängig gemacht.

Die durch die Kunstdüngerindustrie verursachte Zerstörung ist vergleichbar mit der Zerstörung durch die Kohleabbauindustrie, werden doch in beiden Branchen große Flächen anbaufähigen Landes für die vernichtende Jagd nach knappen Mineralen und die Nachfrage nach billigem Erdgas geopfert. Die Produktion von Stickstoffdünger, durch das so genannte „Haber-Bosch-Verfahren“, ist ein höchst energieintensiver Prozess, der enorme Mengen an fossilem Gas verbraucht. Diese Abhängigkeit von Erdgas ist Teil der Gründe für die starken politischen Verbindungen zwischen Erdgas-Konzernen und Unternehmen des Agrarzweiges.

Die Zerstörung, die durch die Kunstdüngerindustrie verursacht wird, ist vergleichbar mit der Verwüstung durch den Kohlebergbau, werden doch in beiden Branchen große Flächen fruchtbaren Landes der verheerenden Jagd nach seltenen Mineralen und dem Bedarf nach billigem Erdgas geopfert. Die Produktion von Stickstoffdünger, durch das so genannte „Haber-Bosch-Verfahren“, ist ein höchst energieintensiver Prozess, der enorme Mengen an fossilem Gas verbraucht. Diese Abhängigkeit von Erdgas ist Teil der Gründe für die starken politischen Verbindungen zwischen Brennstoff-Konzernen und Unternehmen der Agrarwirtschaft.

Ökonomische Interessen und politische Macht

Es ist kein Zufall, dass diejenigen wenigen Firmen, die weltweit Kunstdünger, Pestizide und Nutzpflanzen herstellen, dieselben sind, die politische Prozesse rund um landwirtschaftliche Themen dominieren und mit falschen „Lösungen“ für die Klimakrise aufwarten. Über große Interessengruppen wie die GACSA („Global Alliance for Climate-Smart Agriculture“) schlagen sie politische Reformen vor, mit der Absicht ihre Märkte zu expandieren, zum Beispiel indem sie Kleinbäuer*innen die Nutzung synthetischer Dünger, Pestizide und patentierten Saatguts aufzwingen. Die einzige Absicht ihrer vorgeschlagenen „Lösungen“ ist es, uns in einem tödlichen agrarindustriellen Produktionssystem einzuschließen, um ihre Profite zu erhöhen. Die Fimen nutzen diese enorme politische Macht, um jede reale Lösung zu stoppen und weiter „business-as-usual“ zu machen.

Die weltweite Düngemittelindustrie wird von einer geringen Anzahl an Konzernen dominiert, welche ihr Bestes geben, uns glauben zu machen, dass synthetische Düngemittel gebraucht werden, um die Welt zu ernähren. Um ihre Märkte in allen Teilen der Welt zu sichern und zu expandieren, versuchen sie, Politiker*innen und Bevölkerungen davon zu überzeugen, dass sie Teil der Lösung sind.
Wenn wir wirkliche Veränderung bewirken und das System der Agrarindustrie erschüttern wollen, müssen wir die Unternehmen dahinter ins Visier nehmen.

Wer ist YARA?

Der Düngemittelkonzern YARA, teilweise in Besitz des norwegischen Staates, ist in der ganzen Welt aktiv und dominiert den Weltmarkt für Stickstoffdünger. YARA ist der größte industrielle Einzelabnehmer von Erdgas in Europa und hat Niederlassungen in den meisten Teilen der Welt. Seine Geschäfte zerstören weltweit Böden, zwingen Kleinbäuer*innen ihre Produkte zu kaufen, während große Mengen von Treibhausgasen ausgestoßen werden. YARA behauptet immer noch verantwortungsvoll zu handeln, wie ihr Werbespruch deutlich macht: „YARA: Verantwortungsvoll die Welt ernähren und den Planeten schützen“.

Ihre Düngemittelproduktionsfabrik in Brunsbüttel in Norddeutschland ist YARAs zweitgrößte Produktionsstätte für Ammoniak in Europa und stellt 0,5 % der weltweiten Produktion her.

Der Düngemittelbetrieb YARA, teilweise in Besitz des norwegischen Staates, ist in der ganzen Welt aktiv und dominiert den Weltmarkt für Stickstoffdünger. YARA ist der größte industrielle Erdgasabnehmner in Europa und hat Niederlassungen in den meisten Teilen der Welt. YARAs Geschäfte zerstören weltweit Böden, zwingen Kleinbäuer*innen firmeneigene Produkte zu kaufen, während durch sie große Mengen von Treibhausgasen ausgestoßen werden. Noch immer behauptet YARA verantwortungsvoll zu handeln, wie der Werbespruch deutlich macht: „YARA: Verantwortungsvoll die Welt ernähren und den Planeten schützen“.

Die Kunstdüngerfabrik in Brunsbüttel in Norddeutschland ist YARAs zweitgrößte Produktionsstätte für Ammoniak in Europa und ist für 0,5 % der weltweiten Produktion verantwortlich.